20. Juli 2015 1 Likes

22 Jahre später

David Gerrold beendet fünften Roman der Chtorr-Serie

Lesezeit: 2 min.

Es ist so eine der Legenden der Science-Fiction, vergleichbar wohl nur noch mit dem nie erschienenen dritten Band der von Harlan Ellison herausgegebenen Anthologie-Reihe „Dangerous Visions“. Die Rede ist von David Gerrolds Serie „The War against the Chtorr“.

Eigentlich sollte es nur eine Trilogie werden, in der die Erde quasi von einem außerirdischen Ökosystem überschwemmt wird. Eine Invasion der etwas anderen Art also. Ein durchaus faszinierendes Konzept.

Der US-Autor Gerrold, der verrückterweise noch immer am bekanntesten ist für die von ihm verfasste Star Trek-Episode „Trouble with Tribbles“, hatte 1983 und 1984 die ersten beiden Bände, „A Matter for Men“ und „A Day for Damnation“ vorgelegt. Der damalige US-Verlag Timescape Books ließ es sich jedoch nicht nehmen, die Manuskripte u.a. um einige homosexuelle Passagen zu erleichtern, was vor der Veröffentlichung des dritten Bandes „A Rage for Revenge“ (1989) zu einem Verlagswechsel führte.

Inzwischen waren jedoch die ersten beiden Bände unter den Titeln „Die biologische Invasion“ und „Der Tag der Verdammnis“ auf Deutsch bei Heyne erschienen.

Der neue US-Verlag (Bantam) brachte die ersten beiden Romane 1989 ungekürzt neu heraus, zusammen mit dem dritten. Mittlerweile hatte Gerrold längst entschieden, aus der Trilogie eine Heptalogie zu machen – sprich: sieben Bände sollten es werden. Heyne geriet seinerzeit in die Querelen des Verlagswechsels und stieg aus. Der dritte, bereits angekündigte Roman „Zorn der Rache“ erschien nie.

1993 folgte der vierte Band „A Season for Slaughter“.

Seitdem puzzelt Gerrold am fünften, der den verräterischen Titel „A Method For Madness“ tragen soll. Und nun, 22 Jahre später, in denen Gerrold den Roman immer mal wieder in der einen oder anderen Form geteasert hatte (und zahlreiche andere Bücher verfasste), ist er nach eigener Aussage angeblich endlich fertig.

Fehlen nur noch zwei. „A Time for Treason“ und „A Case for Courage“.

(Und wer jetzt noch an George R.R. Martin rummosert, sollte sich ganz still in eine Ecke verziehen und dankbar sein, wie schnell der Mann aus Santa Fe ist.)

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