22. April 2017 1 Likes

Erweiterte Realität?

„Strange Beasts“ von Magali Barbé

Lesezeit: 1 min.

„Strange Beasts“ von Magali Barbé kommt im Reality-Format daher. Der Protagonist spricht mit Kamera und Zuschauer und erzählt von seinen Erfahrungen mit dem Spiel „Strange Beasts“, das dem Spieler erlaubt, seine eigenen virtuellen Wesen zu erschaffen. Wesen, die nur der Spieler selbst sieht. Und die Mitspieler, die ebenfalls über die entsprechende Nanokontaktlinsen verfügen. Plötzlich wird die Welt bunt, weil das maßgeschneiderte Haustier so cool aussieht wie ein Pokemon, weder Flöhe noch Würmer hat und nicht mal einen Hundeprofi braucht, der dem Vieh die Zicken abgewöhnt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wenn es einem nicht mehr gefällt, reicht ein Wischen mit dem Finger, und es ist weg.

Der Protagonist schwärmt und oft hat das was von einem Werbespot. Und das soll es natürlich auch, denn Barbé geht es natürlich darum, die „schöne neue Welt“ ordentlich anzupreisen, den Reiz des Spiels zu verkaufen, dessen Interaktivität doch einen gewaltigen Schritt in die Zukunft macht. Nur um uns dann den Boden unter den Füßen wegzureißen. Und das erledigt Barbé mit fieser Virtuosität und einer „Pointe“, die ziemlich hinterhältig ist. Selten wurde die bunte Welt der Zukunft so schnell so grau.

Der Film dauert nur fünf Minuten, die sollte man wirklich investieren!

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