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Im Herzen des Kometen

Roman
Originaltitel: 
In the Heart of the Comet
Aus dem Amerikanischen von Walter Brumm
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Leben auf dem Kometen

Als im Jahr 2062 der Halleysche Komet erneut wiederkehrt, fliegen ihm nicht nur ein paar Robotsonden entgegen, sondern eine gut ausgerüstete bemannte Expedition. Ihre Aufgabe ist es, den zehn Kilometer durchmessenden Kometenkern zu einer Art „Raumschiff“ umzubauen, um ihn während der nächsten 76 Jahre auf seiner Reise in die fernen Regionen des äußeren Sonnensystems zu begleiten, seine Zusammensetzung und seinen Aufbau zu studieren und Beobachtungen und Messungen an den äußeren Planeten durchzuführen. Sowie der Photonensturm der Sonne nachlässt, werden die ersten Bauwerke auf der Oberfläche errichtet und die ersten Tunnel ins Eis gegraben. Da machen die Expeditionsteilnehmer eine ebenso wunderbare wie fatale Entdeckung: Auf Halley gibt es Leben! Niederes, aber uraltes Leben, das in Jahrmillionen gelernt hat, die kurzen Sommer zu nutzen und auf jeden Wärmekontakt mit explosionsartiger Vermehrung zu reagieren. Es ist zu spät: Eine Rückkehr zur Erde ist nicht mehr möglich – und auch alles andere als wünschenswert. Die Forscher sind auf sich allein gestellt …

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Der Halleysche Komet wurde nach dem englischen Mathematiker und Astronom Edmond Halley (1656-1742) benannt. Er entdeckte, dass der Komet, den er 1682 beobachten konnte, in regelmäßigen Abständen wiederkehrt. Er sagte korrekt vorher, dass der Komet 1758 wieder erscheinen würde – erlebte aber den Beweis für die Richtigkeit seiner Theorie nicht mehr. Der Komet wurde posthum nach ihm benannt.

Halley ist der einzige Komet, der mit bloßem Auge zu sehen ist. Seine Bahn ist eine langgezogene Ellipse, deren sonnennächster Punkt zwischen der Bahn von Merkur und Venus und deren sonnenfernster Punkt im Bereich der Neptunbahn liegen. Er kehrt alle 74 bis 79 Jahre wieder. Der Grund für diese Abweichungen ist, dass seine Bahn von anderen Planeten im Sonnensystem, vor allem von der Anziehungskraft Jupiters, beeinflusst wird.

Im Laufe der Zeit erkannte man, dass der Halleysche Komet schon seit 240 v. Chr. beobachtet worden war. Eine der ersten bildlichen Darstellungen findet sich auf dem Teppich von Bayeux, der um 1070 entstanden war. Der italienische Maler Giotto di Bondone sah Halley im Jahr 1301 und ließ sich davon für die Darstellung des Sterns von Betlehem in einem Fresko inspirieren.

1985 schickten die ESA, Japan und die Sowjetunion fünf Raumsonden zu Halley. Die Sonde der ESA, Giotto, war die wissenschaftlich erfolgreichste. Sie lieferte Aufnahmen vom Kometenkern, bestimmte seine Rotationsperiode um die eigene Achse und untersuchte die Zusammensetzung des Kometenschweifs. Die NASA hatte zu dieser Zeit mit der Challenger-Katastrophe zu kämpfen und gab ein Flugverbot für ihre Space Shuttles aus, sodass die vorgesehenen Beobachtungen nicht durchgeführt werden konnten.

Halley verliert bei jedem Durchgang an Helligkeit, weil die Sonnenwärme dafür sorgt, dass der Komet Gas und Material verliert. Das bildet den Kometenschweif, der ins All „davongeblasen“ wird und damit unwiederbringlich verloren ist. Bei jeder Annäherung an die Sonne verliert Halley etwa 50 Tonnen pro Sekunde. Diese Reste haben sich inzwischen auf der gesamten Kometenbahn verteilt und sind für zwei Meteoritenschauer verantwortlich, jedes Jahr auf der Erde zu beobachten sind: die Orioniden im Oktober und die Eta-Aquariiden im Mai.

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