29. April 2017 1

TV-Tipp - Sonntag, 30. April

„Interstellar“ erstmals im Free-TV

Lesezeit: 1 min.

Ohne Frage, „Interstellar“ (2014) hat seine Momente. Momente des Staunes, des Wunders, des berauschenden Schauers. Aber auch solche, in denen man fassungslos ist, was Chistopher Nolan (3x Batman) da geritten hat. Unfreiwillige Komik und Elegie passen aber nicht gut zusammen. Unterm Strich bleibt daher ein arg überfrachtetes Spektakel mit gewaltigen Rissen, das immer kurz davor ist, auseinanderzubrechen.

Und dabei geht es doch um das ganz große Ganze. Um das Schicksal der Welt, die am Rande der (Umwelt-) Zerstörung treibt und die in ihrer Verzweiflung ein Häuflein Astronauten auf den Weg schickt, um eine neue Welt zu finden – vermutlich um diese dann auch noch kaputtzumachen, wie SF-Autor Peter Watts in seiner herrlichen Betrachtung des Films spekuliert.

Wer nie “2001“, „Solaris“ (beide Versionen) oder „Der Mann, der vom Himmel fiel“ gesehen hat, für den könnte „Interstellar“ eine Art Bewusstseinsöffner sein, ein SF-Blockbuster mit Ambition, ohne Raumschlachten, strahlende Helden oder ähnlichem Gedöns, dafür mit esoterischen Konzepten, die man schwer durchblickt. Das ist durchaus eine Qualität: der Blick auf ein anderes Kino, andere Literatur, dem hoffentlich der Wunsch folgt, mehr zu entdecken. Wenn das gelingt, hat Nolan alles richtig gemacht, auch wenn er ziemlich krachend scheitert.

Wer „Interstellar“ nicht kennt, sollte unbedingt mal reinschauen und sich selbst ein Bild machen. Dazu gibt es am Sonntag, den 30. April, um 20:15 Uhr auf Pro7 Gelegenheit. Wiederholt wird am 1. Mai um 22:55 Uhr.

Ausführlicher beschäftigt sich Christopher Büchele hier mit dem Film.

Kommentare

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"MUUURPH!!!"

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