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Gesammelte Werke 2

Drei Romane in einem Band: Picknick am Wegesrand; Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang; Das Experiment
Originaltitel: 
Пикник на обочине / За миллиард лет до конца света / Град обреченный
Aus dem Russischen von Aljona Möckel
Übersetzt von: Welta Ehlert
Übersetzt von: Reinhard Fischer
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Drei Romane in einem Band!

Arkadi und Boris Strugatzkis Romane sind nicht nur Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. In der UdSSR durften zahlreiche ihrer Texte nicht erscheinen. Der zweite Band der Werkausgabe enthält die Romane „Picknick am Wegesrand“, verfilmt von Andrej Tarkowski als „Stalker“, „Das Experiment“ und „Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang“.

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Einige der Romane und Kurzgeschichten der Strugatzkis wurden auch verfilmt. Die hierzulande wohl bekanntesten Filme ist der des russischen Regisseurs Andrej Tarkovski, „Stalker“ (nach Motiven von „Picknick am Wegesrand“). Die Brüder arbeiteten teilweise auch die Drehbücher aus, etwa 1980 zu „Hotel ‚Zum verunglückten Alpiniste‘ “ oder „Tage der Finsternis“ aus dem Jahr 1988, der nach Motiven von „Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang“ gestaltet ist.

„Picknick am Wegesrand“ und die Tarkovski-Verfilmung inspirierte auch die PC-Spiele und die dazugehörigen Romanreihe „S.T.A.L.K.E.R.“, die in der Umgebung des zerstörten Atomreaktors von Tschernobyl spielen. Auch in Dmitry Glukhovskys „Metro 2033“-Universum tauchen die Stalker auf.

„Picknick am Wegesrand“ erschien erstmals im Spätsommer 1972 bei der Leningrader Zeitschrift Awrora. Der Text wurde fast ohne Änderungen durch die Zensurbehörden veröffentlicht. Es sollte jedoch aus unterschiedlichen Gründen acht Jahre dauern, bis der Roman in Buchform in einem sowjetischen Verlag erscheinen konnte.

„Picknick am Wegesrand“ ist der (im Ausland) populärste Roman der Strugatzkis: Ende 1997 gab es 38 Ausgaben in zwanzig Ländern. In Russland ist der Roman ebenfalls sehr beliebt, allerdings nicht in demselben Maße wie beispielsweise „Der Montag fängt am Samstag an“.

Die Arbeiten an „Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang“ standen zwischen 1973 und 74 beinahe ein Jahr lang still. Während dieser Zeit hatten die Strugatzki-Brüder, vor allem Boris, Probleme mit den Organen der Staatssicherheit, was sich ab 1974 dann deutlich in der Grundstimmung des Romans zeigt.

Boris Strugatzki bezeichnete „Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang“ als einen seiner liebsten Romane, da sich nahezu alle Figuren an realen Vorbildern orientieren und daher eine Art Zeitzeugnis über das Leben der Brüder damals ablegt.

An keinem anderen Roman arbeiteten die Strugatzki-Brüder so intensiv wie an „Das Experiment“. Dieser Roman heißt im Russischen „Die verdammte Stadt“, ein Titel, der durch das gleichnamige Bild von Nicholas Roerich inspiriert wurde.

Den Brüdern war klar, dass sie im sowjetischen Russland der frühen Siebzigerjahre einen Roman wie „Das Experiment“ keinem Verlag anbieten durften, zu groß war die Gefahr, dass das Manuskript direkt an die Behörden weitergereicht würde. Er war von vornherein für die Schublade bestimmt. Daher fertigte Boris drei Kopien an, jeweils eine für sich und seinen Bruder, die anderen beiden gingen an Bekannte in Moskau und Leningrad. Erst 1988 wurde „Das Experiment“ in der Leningrader Zeitschrift Newa veröffentlicht.

Viele Romane, die aufgrund der strengen Zensurbestimmungen in der Sowjetunion nicht ohne Änderungen veröffentlicht werden konnten, begannen dennoch eine Art Schattendasein im Samisdat: Die Verlagslektoren schrieben die Romane ab und gaben sie ihren Freunden zu lesen. So geschah es beispielsweise mit den Strugatzki-Romanen „Das Märchen von der Troika“ und „Die hässlichen Schwäne“.

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