Olivia Rodrigo: „serena joy“
Margaret Atwood als Song-Inspiration
Olivia Rodrigo hat sich in wenigen Jahren zu einem der größten Popstars der Welt entwickelt – und die Welt hört hin, wenn sie etwas sagt. Zum Beispiel, wenn sie mal eben einen Song mit dem Titel „serena joy“ herausbringt.
Hinter dem Namen verbirgt sich natürlich eine der zentralen Figuren aus Margaret Atwoods Roman „The Handmaid’s Tale“ (Der Report der Magd; 1985), den man sicher zu einem der zentralen Werke der (dystopischen) SF-Literatur zählen kann, inzwischen wohl gar zu einem der einflussreichsten Werke der westlichen Literatur überhaupt. Längst in einem Atemzug genannt mit Orwells „1984“ (im Shop) oder Bradburys „Fahrenheit 451“ (im Shop).
Margaret Atwood: Penelope und die zwölf Mägde
Roman
Penelope – die spartanische Prinzessin gilt als Sinnbild der treu liebenden Ehefrau und Mutter, die jahrzehntelang geduldig die Heimkehr des heldenhaften Ehemanns erwartet. So erzählt es die »Odyssee«, aber ist es auch die Geschichte, die Penelope selbst erzählen würde? Nein, findet Margaret Atwood. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen hält ihre Penelope Rückschau auf ihr Leben, berichtet von der gnadenlosen Konkurrenz mit der hübschen Cousine Helena, von der Zwangsverheiratung mit Odysseus, einem Mann, dem der Ruf vorauseilte, ein Aufschneider zu sein, und den Intrigen und Skandalen am Hofe Ithakas. Ergänzt wird Penelopes Erzählung vom Chor ihrer Mägde, die ihren Dienst mit dem Leben bezahlten und nun nach Gerechtigkeit verlangen.
Margaret Atwood: Penelope und die zwölf Mägde • Roman • Aus dem Englischen von Marcus Ingendaay, Sabine Hübner • Goldmann, 2022 • 192 Seiten • Erhältlich als Hardcover, eBook und Hörbuch Download • Preis des Hardcovers: € 22,00 • im Shop
Und Atwood ist natürlich auch über diesen Roman hinaus ein kanadischer Schatz, von dem man nicht genug lesen kann. Und angesichts vom Milliarden-Erfolg von Chris Nolans Homer-Adaption „Die Odyssee“ kann man sich ruhig mal Atwoods „Penelope und die zwölf Mägde“ (im Shop) ansehen und dabei erfahren, wie interessant Adaptionen wirklich sein können. Oder „Hexenssat“ (im Shop), eine ziemlich originelle Rachegeschichte.

Kommentare