7. Februar 2020

Trailer-Show

„Utopia Falls“ und „The Vast Of Night“

Lesezeit: 1 min.

In einer Durchschnittsdystopie ist mal wieder alles irgendwie gleichgeschaltet und alles Schöne aus der Vergangenheit verboten. Trotzdem gibt es – statt Hungerspiele – eine Tanzshow im Fernsehen, in der Jugendliche unbedingt einen Platz wollen. Dann entdecken diese Jugendlichen aber ein geheimes Archiv mit Schätzen aus der bösen Vergangenheit, darunter Bücher (Keuch!) und Hip-Hop (Doppel-Keuch!!). Das Betrachten eines Videos von Busta Rhymes ist ein Erweckungsmoment – und löst eine revolutionäre Stimmung aus.

Das ist – kein Witz – wirklich der Plot der neuen 10-teiligen Hulu-Serie „Utopia Falls“, die der Streaming-Dienst am 14. Februar in den USA zeigt. Wahrscheinlich glaubt man es erst, wenn man er gesehen hat. Aber – Alter! –, was für ein Wahnsinn.

Dagegen hat „The Vast Of Night“ keine Chance, ein Amazon-Original, in dem eine Telefonistin (Sierra McCormick) und ein Radio DJ (Jake Horowitz) in den 1950ern auf UFO-Jagd gehen. Das ist so abgehangen und klassisch eingefädelt – und offenbar ohne Tanzeinlagen –, dass man gleich gelangweilt abwinkt. Andrew Patterson hat die Kiste inszeniert, die vermutlich tadellos funktioniert und am 29. Mai in die US-Kinos kommt und kurz darauf bei Prime landet. Aber nach „Utopia Falls“ muss die Kulturgeschichte ja umgeschrieben werden, was soll’s also?

Abb.: „The Vast of Night“, Amazon

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