Teaser & Trailer: „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ & „Primetime“
Neues aus Film und Stream
• Okay, der „official trailer“ ist … identisch mit dem „official teaser“, der vor drei Monaten erschienen ist; keine Ahnung, ob das nun ein schlaues Konzept, ein dummer Fehler oder schlicht Geldmangel ist. Aber „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ hat ja schon einen Titel, der Lockreiz genug sein müsste. Und Jane Schoenbrun hat mit „I Saw the TV Glow“ vor zwei Jahren bereits einen Film abgeliefert, der zumindest bis zur Halbzeit sensationell gut war (eine Huldigung ans gruselige Teen-Vergnügen, abgenudelte VHS-Kopien schräger Serien aus zweifelhaften Quellen heimlich zu schauen), bevor sie sich mit dem Psycho-Holzhammer im Jammertal queerer Gefilde verlor und den Ausgang nicht mehr fand. Ihr neuer Film ist ganz offenbar in derselben Richtung unterwegs, und dafür möchte man ihr – trotz Bedenken, s.o. – einfach nur danken, denn idiosynkratisches Herangehen an … puh, sprechen wir es aus: Filmkunst … ist doch eher selten geworden, wenn Algorithmen und KI ihre klebrigen Spuren hinterlassen. Ich habe jedenfalls große Lust, Schoenbrun sowie Hannah Einbinder und Gillian Anderson erneut in den Kaninchenbau böser Genre-Untiefen zu folgen, die immer schon etwas Verbotenes hatten, dass Eltern und ähnliche Spaßbremsen nur mit Ekel im Gesicht und spitzen Fingern anrühren wollten und wollen. Start: 20. August 2026.
• „Primetime“ von Lance Oppenheim kommt ambitioniert daher und setzt die angenehme Eigenart von Indie-Laden A24 fort, im Teaser nicht alles zu verraten. Es hilft natürlich sehr, dass Robert Pattinson an Bord ist, der – ähnlich wie sein Schmachtopfer Kristen Stewart – dem „Twilight“-Sog entkommen konnte und offenbar eine möglichst breit aufgestellte, riskante Karriere anstrebt. „Primetime“ ist nun wohl eine Art Biopic über US-Moderator Chris Hansen und seine True-Crime-Reihe „To Catch a Predator“, in der zwischen 2004–2007 mit Hilfe von Lockvögeln Jagd auf Internet-Täter gemacht wurde, die in Sachen „Cybergrooming“ unterwegs waren. Aber das ist an sich schon ein dystopischer Abgrund, in dem SF/Horror-Motive den Sprung in die Realität schafften – sowohl im Hinblick auf die Verbrechen als auch dem sensationsgeilen, arg schmierigen Vorgehen der Medien. Man wird abwarten müssen, ob das am Ende wirklich so spannend wird, wie der Teaser verspricht, aber wir sind mal guter Dinge. Neben Pattinson sind auch Merritt Wever, Skyler Gisondo, Matthew Maher und Bokeem Woodbine dabei. Einen Starttermin gibt es noch nicht.
Abb. oben aus „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“, Mubi
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