12. Juni 2026

POP!

Monster, Monster, Monster überall

Lesezeit: 2 min.

Kurz vorm Wochenende gibt’s noch was auf die Ohren und in die Augen, denn wir haben noch ein paar Pop-Clips, die ordentlich Richtung SF schielen.

Den Anfang macht das wandelbare K-Pop-Phänomen Le Sserafim (ein Anagram; wer nicht schummeln möchte: viel Spaß!), dessen neues Album „Pureflow Pt. 1“ mit „Celebration“ eingeläutet wird – einer reinen Pop-Nummer mit heftigen Techno-Disco-Anleihen. Und Frankensteins Monster, dem dringend geholfen werden muss!

Und wir ergänzen gleich – weil es ganz frisch erschienen ist – „Iconic By Mistake“, einen klassischen Diss Track, in dem sich obige „Engel“ Le Sserafim sowie Illit und Katseye über alle lustig machen, die ihnen den Erfolg neiden. Und was wäre besser dazu geeignet als im Video ganz tief in die moderne Horrorkiste zu steigen.

Deutlich düsterer – zumindest im Bild – wird es bei Tove Lo und „I’m Your Girl Right?“. Die Schwedin packt die Gender-Dystopie-Keule aus und präsentiert ein fiese Mischung aus „1984“ und „Handmaid’s Tale“, nur der Beat, der bleibt fluffig.

Mit Fluff hat es Emma Ruth Rundle eher nicht, die US-Amerikanerin lebt zwischen Rock, Folk und Ambient, manchmal alles in einem Song, und „Powerless“ vom nächsten Album ist ein großartiges Beispiel. Man beachte unbedingt den Text, der in der gegenwärtigen Slow Apocalypse ein klein wenig Licht erkennt – natürlich im Persönlichen. Ihr Shirt ziert „Imagination“ (vorn) und „Trauma“ (hinten), das Video ist mehr Eigenbau-Performance als styliger Clip, und manchmal hat man das Gefühl, dass es fast nur Outtakes sind, in denen die Musikerin ins Grinsen kommt, was schön gegensätzlich ist zum heavy Sound und den Lyrics.

Kommentare

Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.
Sie benötigen einen Webbrowser mit aktiviertem JavaScript um alle Features dieser Seite nutzen zu können.