BigBrotherAwards 2026
Datenkraken ans Licht gezehrt
Heute Abend werden in Bielefeld zum 26. Mal die BigBrotherAwards verliehen, die man in mancherlei Hinsicht mit den Golden Raspberries (Razzies) im US-Film-Business vergleichen kann – denn haben möchte sie keiner, und persönlich in Empfang genommen werden sie in der Regel auch nicht.
Denn es ist ein wenig schmeichelhafter Negativ-Preis, der Datenkraken aufs Korn nimmt, deren Frechheit und Machenschaften ans Licht geholt werden.
Von der BigBrotherAwards-Website: „Seit dem Jahr 2000 werden in Deutschland die BigBrotherAwards an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen sowie persönliche Daten verkaufen oder gegen ursprüngliche Interessen verwenden. Die BigBrotherAwards sind ein internationales Projekt: In bisher 19 Ländern wurden gefährliche Machenschaften für Menschen und Demokratie mit diesen Preisen ausgezeichnet.“
Wer sich die Liste der bereits Gewürdigten ansieht, dürfte wenig Spaß haben, aber manches Aha-Erlebnis. Und da die entsprechende Laudatio immer dabei ist, erhält man auch noch gute Infos.
Die Veranstaltung in der „Hechelei Bielefeld“ beginnt um 18.00 Uhr. Einen Live-Stream wird es auf der Seite des Preises geben.
Abb. oben: Matthias Hornung CC-BY 4.0
George Orwell: 1984
Roman. Neu übersetzt von Gisbert Haefs, mit einem Nachwort von Mirko Bonné.
«Orwell told the truth.» Christopher Hitchens
Winston Smith ist Mitarbeiter im Ministerium der Wahrheit. Der Held von «1984» macht zwei entscheidende Fehler: Er verliebt sich in seine Kollegin Julia, und er vertraut sich seinem Vorgesetzten an. Das ist im Weltreich Ozeanien eine Todsünde. Orwell, laut «Observer» der größte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, gelang mit seiner beklemmenden Vision einer Staatsdiktatur, die kein Privatleben duldet, sondern die Gedanken und Gefühle der Bürger bis ins Letzte diktiert, ein Großklassiker der Moderne. - «1984» erscheint nun in einer Neuübersetzung von Gisbert Haefs mit einem exklusiven Nachwort von Mirko Bonné.
Totalitärer Überwachungsstaat, Entmündigung des Individuums, lückenlose Observation und Manipulation, Gehirnwäsche und Geschichtsfälschung - selten hat eine bei Erscheinen noch völlig absurd anmutende Dystopie die Zukunft der Menschheit so exakt und visionär vorhergesagt wie dieser Bestseller aus dem Jahre 1948. Im Lichte von «Social Scoring», wie es in China längst praktiziert wird, haben sich die schlimmsten Befürchtungen des Autors bewahrheitet.
George Orwell: 1984 • Roman • Manesse, 2021 • 448 Seiten • Erhältlich als Hardcover und eBook • Hardcover: € 22,00 • im Shop

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