10. März 2019

Weiße Ritter landen auf dem Mond

Science-Fiction-Comic-Neuheiten im März

Lesezeit: 3 min.

Wetterunabhängige Comiclektüre für SciFi-Fans: Im März setzen die deutschen Comicverlage auf den neuen Leinwanddebütanten Shazam, die jubilierende Mondlandung, den unsterblichen Hulk, die dicke Prinzessin Petronia, Gotham Citys weißen Ritter Joker, Superheldennostalgie und die brutale Postapokalypse.

 

Apollo 11

Knesebeck, Hardcover, 168 S.

2019 jähren sich die Apollo 11-Mission und die erste Mondlandung zum 50. Mal. Die Comicmacher Matt Fitch, Chris Baker und Mike Collins fangen den großen Schritt für die Menschheit, der dieses Jahr im Mittelpunkt des Interesses stehen wird, in ihrer Graphic Novel „Apollo 11 – Die Geschichte der Mondlandung von Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins“ ein. Legenden, Gerüchte, Träume, Spekulationen, Tragödien und natürlich die Wahrheit werden zu einer gezeichneten Comicgeschichtsstunde über die Raumfahrt und den Forschungsdrang der Menschheit verwoben.

 

Bruce Banner: Hulk 1: Usterblich

Panini, Paperback, 124 S.

Der englische Autor Al Ewing („Avengers“) und der brasilianische Zeichner Joe Bennett („Spider-Man“) starten ihre neue Hulkserie im ersten Band mit viel Innovation und Düsternis. Dr. Bruce Banner wird von der Welt für tot gehalten und streift obdachlos durch die USA. Den kolossalen Hulk, dank dem er unsterblich ist, setzt er gegen Missetäter und andere Monster ein. Mit Superhelden hat das kaum noch etwas zu tun, mit verblüffendem Monsterhorror umso mehr. Es ist nicht das erste Mal, dass Al Ewing neue Konzepte umsetzt und alten Figuren neues Leben einhaucht und beweist, was für frische Storys in Marvels klassischsten Charakteren schlummern.

 

Shazam! Anthologie

Panini, Hardcover, 404 S.

Shazam und die Monster Society

Panini, Softcover, 212 S.

Wer die komplizierte Historie von Shazam nachvollziehen will, tut das am Besten mit der inzwischen obligatorischen „Shazam! Anthologie“ von Panini zum Film. Geschichten aus dem Goldenen Zeitalter zeigen die unschuldigen Anfänge der Figur auf, Hintergrundartikel beleuchten ihre Entwicklung und die Rechtstreitigkeiten um den Namen Captain Marvel, jüngere Comics widmen sich dem Revival des magischen Superhelden im Universum von DC, wo Shazam auf Superman und Batman trifft. Im Einzelband „Shazam und die Monster Society“ gibt es außerdem eine All Age Neuinterpretation von Billy Batsons Geschichte, geschrieben und gezeichnet von Jeff Smith, der den US-Comic mit seiner unabhängigen Fantasyserie „Bone“ prägte.

 

Black Hammer 3: Age of Doom Buch 1

Splitter, Hardcover, 136 S.

Hommage und Entzauberung in einem: Autor Jeff Lemire und Zeichner Dean Ormston bringen die Hauptserie von „Black Hammer“ im ersten Band von „Age of Doom“ voran, wobei sie sich diesmal u. a. vor „Hellboy“ und „Sandman“ verbeugen. Das Lob für „Black Hammer“, frisch mit dem Rudolph Dirks Award ausgezeichnet, ist verdient. Wer denkt, dass die beste Superheldenserie auf dem Markt bei Marvel oder DC zu finden sein muss, wird sich wundern. Allerdings müssen Lemire und seine Mitstreiter aufpassen, dass „Black Hammer“ nicht in der reinen Nostalgie versumpft. Obwohl man mit genau dieser Nostalgie immer genügend Superheldenleser schnappt, keine Frage.

 

Die dicke Prinzessin Petronia

Avant, Hardcover, 104 S.

Die deutsche Comickünstlerin Katharina Greve („Hotel Hades“, „Das Hochhaus“) parodiert mit ihrem Band über die kosmische Prinzessin Petronia, die ganz und gar nicht den gängigen Prinzessinnenklischees entspricht, das beliebte Bilderbuch „Der kleine Prinz“. Die Cousine des weltbekannten Prinzen ist missmutig und unsentimental, während Greve mit dem Original, mit anderen Klassikern und mit der Science-Fiction spielt.

 

Batman: Der weiße Ritter

Panini, Paperback, 220 S.

Autor und Zeichner Sean Murphy („The Wake“, „Punk Rock Jesus“) macht in seiner Alternativweltgeschichte „Der weiße Ritter“ Batman zum Bösen und nur der Joker kann ihn aufhalten und Gotham City retten! Na, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Murphys Zeichnungen zu mögen ist dafür umso einfacher. Der Sammelband enthält als deutsche Erstveröffentlichung die komplette achtteilige Miniserie unter dem neuen Black Label, das besondere, interessante, einsteigerfreundliche und abgeschlossene Geschichten kennzeichnet. Auch als limitiertes Hardcovervariant erhältlich.

 

Crossed +Einhundert: Mimic

Panini, Paperback, 220 S.

„Watchmen“-Autor Alan Moore führte Garth Ennis’ extremes postapokalyptisches Horroruniversum aus „Crossed“ im Spinoff „Crossed +Einhundert“ 100 Jahre in die Zukunft nach dem Untergang der Zivilisation, wo sich zwischen den überlebenden Menschen und den barbarischen Gefirmten einiges änderte. Nach Autor Simon Spurrier setzen Christos N. Gage, Pat Shands und andere die Geschichte in diesem für sich stehenden Band fort, in dem die Grenzen zwischen Mensch und Monster immer schwerer auszumachen sind.

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