30. Juni 2026

Trailer: „Werwulf“, „Time“

Neues aus Film und Stream

Lesezeit: 2 min.

Gibt es den einen, großen, ikonischen Werwolf-Film, auf den sich letztlich alle beziehen? Ich wüsste nicht, jedenfalls fällt mir keiner ein. Aber sicher ein paar Filme, die zumindest in ihrer Zeit ein bisschen Eindruck gemacht haben, und nicht nur wegen mehr oder weniger gelungener „Transformationssequenzen“. „An American Werewolf in London“, „Ginger Snaps“ und „Dog Soldiers“ fallen mir spontan ein, überstrahlt sicher von „Wolfen“, der aber eigentlich kein Werwolffilm ist. Aber ikonisch im Sinne von „Frankenstein“ (Whale), „Nosferatu“ (Murnau) oder „Night of the Living Dead“ (Romero) ist das alles nicht.

Offenbar hat sich Robert Eggers (The Witch, Der Leuchtturm, The Northman) gedacht: „Hm, die Lücke schließe ich!“ So jedenfalls wirkt der erste Trailer von „Werwulf“. Nicht zeitgemäß, sondern wie aus dem Filmmuseum einer Alternativwelt, in der es dieses eine ikonische Werk gibt, auf das sich alle einigen können. (Fast) schwarzweiß, mittelalterlich, düster, schwer, wie aus Granit gehauene Zelluloidkunst. Top wäre, wenn es nur 60-70 Minuten ginge, aber das dürfte wohl auch ein Wunschtraum aus einer Parallelwelt sein! Mit im Grau verliert sich das bekannte Eggers-Umfeld bestehend aus u.a. Aaron Taylor-Johnson, Lily-Rose Depp und Willem Dafoe. Und das Ganze gibt’s um Weihnachten herum.

Wie aus einer anderen Welt ist auch „Time“, eine thailändische Serie, die 2024-2025 entstand und ab Ende nächster Woche beim hiesigen Netflix landet (nur bei Basisspracheinstellung „Engl.“, da es weder deutsche Synchro noch Untertitel gibt, nur englische). Und Thailand ist – jenseits von ein paar Kampfkunstkloppern – hierzulande weitgehend unbekanntes Kinoterritorium, aber „Time“ scheint es einem leicht zu machen, denn zumindest der Trailer sieht nach „production values“ aus, die an westliche Bilder gewöhnte Augen ganz gut aufnehmen können. Netflix wirbt so: „After a time portal sends a wealthy heiress into the future and strips her of everything, she finds a necklace that can rewind time — at a deadly cost.“ Ist zumindest mal was anderes, why not?

Abb. oben aus „Werwulf“, Focus Features

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