6. April 2018

Robotermärchen

„Ein seltsamer Tag“ von Olaf Brill und Michael Vogt

Lesezeit: 1 min.

Olaf Brill und Michael Vogt sind in den Weiten der deutschsprachigen Science-Fiction herumgekommen. Den 1967 geborenen Brill kennt man z. B. als Autor der „Perry Rhodan“-Comics aus der Alligator Farm; der 1966 geborene Vogt setzte als Autor und Zeichner zuletzt u. a. Comics zu „Mark Brandis: Weltraumpartisanen“ für Panini um. Seit 2011 erscheint zudem ihr gemeinsamer Comic-Strip „Ein seltsamer Tag“ im Magazin „phantastisch!“. Nach Auftritten und Nachdrucken in „Exodus“, „U-Comix“ und „Hollandsch Metaal“ liegt im Atlantis Verlag nun ein erster Sammelband vor: ein schönes, großes Hardcover-Album, das sich dreier Erstveröffentlichungen ebenso erfreut wie eines Anhangs voller Anmerkungen und Extras oder Backcover-Blurbs von Andreas Eschbach und Kai Meyer.

Die wohlwollenden Zitate und die schöne Aufmachung haben die Macher und ihr Werk mehr als verdient. Mit ihren einfallsreichen und überraschenden Panel-Kurzgeschichten über vermenschlichte Roboter, fremde Planeten, exotische Aliens, verrückte Erfindungen und ein durch und durch kurioses, subgenre-hoppendes Universum verschiebt „Ein seltsamer Tag“ die Messlatte für SF-Bildergeschichten aus Deutschland schließlich sogar deutlich nach oben. Fast jeder Strip überzeugt, was Ideen, Storys, Pointen, Layout, Bilder, Details, Hintergrund-Gags sowie Referenzen angeht. Außerdem nehmen manche Geschichten clever aufeinander Bezug, während andere einfach nur ein Gefühl für einen größeren Erzählkosmos schaffen.

Die Robotermärchen in diesem Album sind extrem liebevoll und richtig gut gemacht – und absolut lesenswerter Comic-Stoff für Science-Fiction-Fans.

Olaf Brill & Michael Vogt: Ein seltsamer Tag: Robotermärchen • Atlantis Verlag, Stolberg 2018 • 60 Seiten • Hardcover: 15,99 Euro

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