25. März 2020 1 Likes

Cthulhu in der Maschine

Die Zeitreise durch die Pulp-Kultur geht weiter im Comic „Ein Jahr ohne Cthulhu“

Lesezeit: 1 min.

Seit einigen Jahren befinden sich der belgische Autor Thierry Smolderen und der französische Zeichner Alexandre Clérisse auf einer Zeitreise durch die Pop-Kultur – obwohl, vermutlich sollte man wohl besser sagen, durch die Pulp-Kultur. In ihrem Comic-Album „Das Imperium des Atomsvermischten sie zunächst den Zeitgeist und das Streben der 1950er mit der spannenden Lebensgeschichte des Science-Fiction-Autors Cordwainer Smith (im Shop); in „Ein diabolischer Sommer“ huldigten sie anschließend den 1960ern sowie europäischen Groschenheften und Comics. Im druckfrischen Band „Ein Jahr ohne Cthulhu“ erreichen Smolderen und Clérisse nun die 1980er …

Das neue Album ist ein krasser Horror-Krimi-Science-Fiction-Mix aus Lovecraft-Rollenspielen, Geheimnissen, Ritualen, Druiden, Barbarenkriegern, alten Göttern und Legenden, Spielautomaten, Hexerei und Cyberpunk-Elementen. Wer denkt, dass Smolderens Story allein wegen der „Call of Cthulhu“-Referenzen zum Selbstläufer wird, täuscht sich jedoch: Die Geschichte der Schüler-Clique, die in einem kleinen französischen Örtchen mit all diesen gefährlichen Verrücktheiten konfrontiert wird, braucht recht lange, bis sie einen packt, und ist auch danach ziemlich wild und etwas anstrengend. Allerdings findet Clérisse in seinem einmaligen und doch immer wandelbaren Stil stets genau das richtige Mittel, um das Geschehen faszinierend anders und absolut sehenswert zu visualisieren.

Abb. © DARGAUD 2019, by Smolderen, Clérisse © Carlsen Verlag GmbH Hamburg 2020

Thierry Smolderen & Alexandre Clérisse: Ein Jahr ohne Cthulhu • Carlsen, Hamburg 2020 • 176 Seiten • Hardcover: 24,99 Euro

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