9. Dezember 2022

„The Game Awards 2022“: Neue Games kriegt die Welt

Die Gewinner & Game-Ankündigungen des Abends

Lesezeit: 3 min.

The Game Awards“ – sozusagen die Oscarverleihung der Videospielbranche von Begründer und Moderator Geoff Keighley – wurde in den frühen Morgenstunden aus Los Angeles gestreamt, wo erneut die größten Videogame-Errungenschaften gepriesen und ausgezeichnet wurden und eine Fülle an Weltneuheiten diverser Gaming-Entwickler und Publisher offenbart wurden. Um die Analogie des Oscars zu festigen, haben sich auch diesmal Hollywood-Größen wie Al Pacino, Daniel Craig und Pedro Pascal in LA eingefunden und Awards angekündigt und überreicht. Die begehrte Trophäe des „Game of the Year“ – des Spiel des Jahres – ergatterte FromSoftwares „Elden Ring“, während „God of War Ragnarök“ mit sechs Auszeichnungen, unter anderem als bestes Action-Adventure und für die beste Story, der Sieger des Abends ist. Darüber hinaus wurden aber auch Gamingkracher wie „Death Stranding 2“, „Star Wars: Jedi Survivor“, ein „Horizon: Forbidden West“-DLC, „Dune Awakening“ und etliche andere enthüllt sowie viele weitere mit handfesten Releasedaten versehen.

„Star Wars: Jedi Survivor“, der Nachfolger zu „Star Wars Jedi: Fallen Order“, hat einen Gameplay-Trailer erhalten und soll bereits am 17. März 2023 veröffentlicht werden, während RPG-Größen wie „Diablo IV“ und „Final Fantasy 16“ dicht gefolgt am 6. und am 22. Juni 2023 das Licht der Welt erblicken sollen. Ebenso wurde „Cyberpunk 2077: Phantom Liberty“, eine große Erweiterung des Hauptspiels, erneut gezeigt, mit Einwirkung von Idris Elba, der die Rolle des Solomon Reed mimen wird, einem Veteranen der New United States of America, und dem „einzigen Mann, dem die Spieler vertrauen können, eine unmögliche Mission zu erfüllen“. Auch Rocksteadys „Suicide Squad: Kill the Justice League“, das am 26. Mai 2023 erscheinen wird, zeigte sich in einem neuen Trailer. Es wird eine der letzten Rollen von Kevin Conroys sein, der kurz vor seinem Tod erneut Batman für das Game seine Stimme leihte, wie der Trailer enthüllt. Am 19. April soll auch das eingangs erwähnte „Horizon Forbidden West: Burning Shores“ – exklusiv für PlayStation 5 (!)–- erscheinen, und eine große Storyerweiterung zum Sci-Fi-Hit darstellen. Auch „Warhammer 40k: Space Marine 2“ zeigte endlich erstes Gameplay sowie ein unerwartetes roguelite „Hellboy“-Game und auch „The Last of Us Part I“ und „Returnal“ – ihrerseits ursprünglich PlayStation-Exclusives, die nun für den PC angekündigt wurden.


„Judas“

Zu den vermutlich größten Überraschungen aber zählten zwei Ankündigungen ähnlich Auteur-hafter Personen des Gamings, nämlich Hideo Kojimas „Death Stranding 2“ und Ken Levines „Judas“. „Death Stranding 2“ gehörte in den letzten Jahren vermutlich zu den umstrittensten Games, begeisterte eigenwillig dennoch Gamer weltweit, das sich Kojima-üblich in einem Fragen aufwerfendem, ausufernden Trailer zeigt und erneut Léa Seydoux und Norman Reedus auf den Bildschirm bringt. Ken Levine ist überdies der Schöpfer der „Bioshock“-Reihe, die vermutlich Gamer schockiert, begeistert und zerebral stimuliert hat, wie es Gaming und Narrative selten tun. In seinem neuen Studio, Ghost Story Games, werkelt er fleißig am gestern enthüllten „Judas“, das laut offizieller Pressemitteilung ein story-fokussierter Single-Player-Firstperson-Shooter wird, der stark an Bioshock erinnert. Man bleibt bei dem, was man kann.

Die Gewinner aller Trophäen des Abends sind auf der Game-Awards-Webseite in der Slideshow einzusehen.

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