2. Juni 2026

„Die Klapperschlange“ – Remake kommt

Zack Snyder packt die Superzeitlupe aus

Lesezeit: 2 min.

Zu John Carpenters 1981 veröffentlichten Sci-Fi-Thriller „Escape from New York“ (dt. „Die Klapperschlange“) muss man nichts mehr sagen. Kennt jeder, mag jeder – Sci-Fi-Kanon.

Interessanter ist da schon: Bereits 2007, also vor fast 20 (!) Jahren, wurde ein Remake angekündigt und man hat sich natürlich schon damals gefragt, wer das denn braucht. Zu diesem Zeitpunkt sollte Gerard Butler Snake Plissken spielen, für die Regie war Len Wiseman angedacht, der aber durch Brett Ratner ausgetauscht wurde. Doch Ratner verließ das Projekt. 2010 wurde angekündigt, dass Breck Eisner übernimmt, daraus wurde aber ebenso wenig. Das Projekt wurde fallengelassen, 2015 von einer anderen Produktionsfirma wieder aufgegriffen und 2017 stand der neue Regisseur fest: Robert Rodriguez. Doch daraus wurde … und so weiter und so fort. Jedenfalls klang keiner der je mit dem Remake in Verbindung gebrachten Namen irgendwie interessant, was aber bei einem Film, den eh niemand braucht, letztendlich auch nur konsequent war.

Nun scheint das Ding aber endgültig in trockenen Tüchern zu sein und als Regisseur, Drehbuchautor und Co-Produzent ist ein Mann am Start, der zumindest mir dann doch etwas Lust macht: Zack Snyder. Synder gehört zu den ganz wenigen Big-Budget-Regisseuren aus Hollywood, die es geschafft haben, sich im Studio-System als eine Art Auteur zu etablieren, der alles, was er macht (300, Watchman, Superman/Batman, Rebel Moon) so macht, wie einfach nur er es macht. Seine unverkennbare Handschrift (Superzeitlupe, Speed Ramping, düstere Farbfilter, Verweise zu Kunstgeschichte und Mythologie) sorgte aber auch dafür, dass der Mann zu den wohl kontroversesten Regisseuren überhaupt mutierte: Er wird entweder geliebt oder gehasst – abgrundtief. Dazwischen gibt’s nichts. Wirklich rein gar nichts.

Es wird gemunkelt, dass Snyder wohl ein eher geerdeter Film mit physischen Effekten vorschwebt, aber offiziell ist nichts. Zeitlupe wird’s aber bestimmt geben, da könnte ich wetten.

Abb. aus „Escape from New York“, 1980

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