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Russischer Frühling

Roman
Originaltitel: 
Russian Spring
Aus dem Amerikanischen von Irene Bonhorst
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Der Beginn eines neuen Jahrtausends

Der Kalte Krieg zerstörte Amerikas Pläne für die Erforschung des Weltalls: Statt Missionen ins All konzentrierte sich die Supermacht auf Abwehrsatelliten, um der nuklearen Bedrohung durch die Sowjetunion etwas entgegensetzen zu können. Raumfahrtingenieur Jerry Reeds großer Traum ist es, Astronaut zu werden, deswegen wendet er sich, enttäuscht vom eigenen Land, Europa zu, die mit den Russen zusammenarbeiten. Die politische Lage verändert sich zu Ungunsten der Vereinigten Staaten, die schnell zum Außenseiter im Weltgeschehen werden. Reed, der inzwischen die Russin Sonya geheiratet und mit ihr zwei Kinder hat, und seine kulturell gespaltene Familie sehen sich einer Zukunft gegenüber, die so zwar in der Realität nicht eingetreten ist, die aber sehr wohl hätte die unsere sein können …

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„Russischer Frühling“ erschien 1991. Spinrad seziert darin erneut den „Amerikanischen Traum“ auf seine unnachahmliche Weise, doch seine Alternativweltgeschichte, in der die UdSSR dank der Perestroika die Nase vorn haben, erlangte vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion im selben Jahr keine große Aufmerksamkeit mehr.

Mit einer anderen alternativen Geschichtsschreibung wurde Norman Spinrad 1972 international bekannt: In „Der stählerne Traum“ werden Adolf Hitlers politische Pläne bereits 1919 durchkreuzt, und er wandert in die USA aus. Dort wird er Schriftsteller und kann seine verzerrte Weltanschauung erfolgreich in Romanen verbreiten. Die Satire auf faschistische Tendenzen innerhalb der SF-Literatur landete in Deutschland bald nach seinem Erscheinen auf dem Index, weil auf dem Cover ein Hakenkreuz zu sehen war, und durfte nur unter dem Ladentisch verkauft werden. Acht Jahre später wurde dieses Verbot aufgehoben.

Spinrad selbst sagte über „Der stählerne Traum“ 2011 in einem Interview, dass er beim Schreiben nicht gewusst habe, worauf er sich da einließ. Er versuchte, alles zu lesen, was Hitler geschrieben hatte, um dessen Stil nachahmen zu können. Als „Der stählerne Traum“ dann erschien, habe er ihn gehasst – bis ihm Jahre später klar wurde, dass er nicht das Buch selbst hasste, sondern seine intensive Recherche.

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