2. August 2015 2 Likes

Marsianer bei der NASA

Die amerikanische Weltraumagentur stand dem „Marsianer“-Filmteam beratend zur Seite

Lesezeit: 2 min.

Das hört man doch gerne: Die NASA beriet die Crew um Ridley Scott bei der Verfilmung von Andy Weirs außerordentlich realistischem Roman Der Marsianer (im Shop). Damit verspricht der Film endgültig eine technisch akkurate, packende, actionreiche Story – genau, wie man sich das als Space-Geek wünscht!

Weirs Roman lehnt sich stark an das Missionskonzept von Mars-Society-Gründer Dr. Robert Zubrin an, das sich mit den Plänen der NASA überschneidet. Und das wiederum verleiht dem Marsianer mehr als nur einen Hauch Realität – finden zumindest die NASA-Mitarbeiter. Dr. James Green, NASA-Direktor für planetare Forschung, lobte Weirs Roman, gerade weil er bestehende Konzepte aufgreift und weiterentwickelt. Andy Weir hatte, als der den Roman schrieb, keinerlei Kontakt zur NASA, auch wenn er sich das bestimmt manchmal gewünscht hätte. Ridley Scott hingegen kann von vornherein aus dem Vollen schöpfen. Green erklärte in einem Interview mit SpaceFlightInsider.com, wie die Zusammenarbeit zustande kam:

Im Mai letzten Jahres kam 20th Century Fox auf die NASA zu. Sie baten uns, das Drehbuch durchzusehen, und wollten wissen, ob wir sie beraten könnten. Der Marsianer ist so ein großartiges Buch, deswegen sagte die NASA nur: „Klar. Was braucht ihr?“

Green sagte, Ridley Scott sei es vor allem auf das Verständnis der NASA-Konzepte und der Risiken einer Mars-Mission angekommen. Die Filmemacher trafen sich am Johnson Space Center mit NASA-Biologen, die mit Mars-Gewächshäusern experimentieren. Green führte sie durch Modell-Habitate und zeigte ihnen die neuste Generation von Rovern, die über Druckkabinen verfügen. Der Marsianer gibt der NASA die Gelegenheit, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den roten Planeten zu lenken, den sie seit 1997 mit Robot-Rovern und Orbitern wissenschaftlich erforscht. Diese Forschung ist der Grundstein für die ersten bemannten Missionen.

Zum heiß ersehnten Film, der Mitte September in Toronto seine Premiere feiern wird und am 8. Oktober dann in Deutschland in die Kinos kommt, meinte Green:

Ich behaupte, dass der Film extrem beliebt werden wird, weil er realistischer als jeder andere Mars-Film ist, den ich bisher gesehen hat. Laser, schnelle Raumschiffe, Aliens und gefährlicher Roboter, die dich umbringen wollen, kommen nicht vor, aber trotzdem wird der Film spannend und aufregend. Und das nur, weil es um ehrliche Forschung und echte Risiken geht.

Dein Wort in Ridleys Ohr, Jim!

#RettetMarkWatney​Mehr über Ridley Scotts Film finden Sie unter dem #RettetMarkWatney. Den Roman von Andy Weir gibt es in unserem Shop

Bild: NASA

 

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