10. Februar 2026

„Resident Evil: Evil Has Always Had A Name“

Beeindruckender Kurzfilm aus dem RE-Game-Universum

Lesezeit: 2 min.

Es ist, besonders im Rückblick, wirklich amüsant: Wie groß war das Geheule damals als statt George R. Romero Paul W. Anderson den Zuschlag für die Verfilmung der Kult-Videospielreihe bekam. Wie groß das Entsetzen bei der Veröffentlichung des Films im Jahr 2002 – über dem ganzen Erdball war zu hören: „DAS HAT JA GAR NICHTS MIT DER VORLAGE ZU TUN!“

Was wurde Anderson von den Fans der Videospielreihe (von der Presse ganz zu schweigen) nicht mit Hass übergossen. Doch die Kinokassen klingelten und der Brite ignorierte die geballte Ablehnung und schickte als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent bis 2016 nicht nur fünf weitere Filme in die Welt, sondern blies die Reihe mit immer wilder inszenatorischen Einfällen hemmungslos zu extravaganten, bildstarken Pop-Art-Franchise um, die sich vor allem um Andersons Gattin und Supermodell Milla Jovovich dreht, die – gerne in hautengen Klamotten und in Zeitlupe – Zombies killt. „Resident Evil“ fand eher am Rande statt. Der Erfolg gab ihm Recht: Die sechs Produktionen spülten über 1,2 Milliarde in die Kinokassen.

Die Pointe: Die Gebete der Fans wurden 2021 endlich erhört. Nach dem Abschied von Anderson wollte Johannes Roberts mit „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ endlich den Film abliefern, der den Spielen gerecht wird und hielt sich tatsächlich eng an die Vorlage. Dies hatte wiederum zur Folge, dass seine Verfilmung sich anfühlt wie eine große Cutscene. Niemand mochte Roberts Film, die Kritiken waren negativ, die Fans hassten das Gesehene und dem Rest war die Adaption egal: Roberts Spieleverfilmung kam trotz eines geringen Budget von gerade mal 25 Millionen Dollar (Anderson durfte bis zu 65 Millionen verbraten), nicht ins Plus, bereits angedachte Sequels wanderten in die Tonne. 2022 wurde mittels einer Netflix-Serie ein Versuch unternommen, die Marke fürs Heimkino zu reaktivieren, aber nach nur einer Staffel war Schluss.

Am 18. September 2026 soll’s nun ein weiteres Reboot fürs Lichtspielhaus geben, Regisseur und Co-Drehbuchautor ist Zach Cregger, bekannt und gefeiert für „Barbarian“ (2022) und „Weapons“ (2025).

Eigentlich wartet da, Cregger hin, Cregger her, niemand so richtig drauf, allerdings zeigt nun ein Kurzfilm, dass wohl doch noch filmisches Leben in der Franchise steckt: „Evil Has Always Had A Name“ ist ein Appetizer für das neue Spiel „Resident Evil Requiem“, welches am 27. Februar 2026 erscheint, und die dicht gewebten, hochdramatischen dreieinhalb Minuten sind richtig gut. Regie führt Rich Lee, der im August letztes Jahr für „War of the Worlds“ unverdientermaßen vom Publikum mit Missachtung gestraft wurde und in der Hauptrolle glänzt Maika Monroe („Longlegs“).

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