„Pulse“ in der Arte-Mediathek
Kiyoshi Kurosawas Meisterwerk über das Grauen aus dem Internet
Pünktlich zu Halloween hatte Arte u.a. drei japanische Horror-Klassiker aus dem Archiv geholt: „Ring“ (1998) von Hideo Nakata, „Dark Water“ (2002) ebenfalls von Hideo Nakata, und vor allem „Pulse“ (2001) von Kiyoshi Kurosawa. Alle drei sind auch noch einige Monate in der Mediathek zu finden, „Pulse“ sogar bis zum 31. März 2027.
Arte beschreibt den Film wie folgt: „Ein Computerexperte bringt sich um; ein anderer, der die Spuren des Toten im Internet verfolgt, verschwindet einfach. Kann es sein, dass eine Seite im Internet selbst der Auslöser für eine tödliche Seuche ist? Wer sich nicht umbringt, verschwindet in einer Parallelwelt: Einem World Wide Web der Geister. Bis niemand mehr übrig ist.“
Das trifft es schon irgendwie, aber die Atmosphäre, die Kurosawa aufbaut, lässt sich nicht im Plot erfassen. Die ist mit drückend und düster noch nett beschrieben, folgt aber kaum herkömmlichen westlichen Spannungsmustern. Entsprechend sind auch die Reaktionen ausgefallen: Für einige Menschen einer der unheimlichsten Filme überhaupt, für andere eine Überdosis Ambien.
Zum Glück zeigt Arte auch die Originalfassung, die unbedingt der Synchronfassung vorzuziehen ist. Und wer richtig mutig ist, schaut sich „Pulse“ nachts ganz allein vor dem Fernseher an, ohne mildernden Alkohol. Könnte aber eine Portion Nachtschlaf kosten.
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