Octavia E. Butlers „Die Parabel vom Sämann“ wird verfilmt
Warner Bros engagiert Melina Matsoukas
UPDATE: Die unten stehende Meldung ist fast fünf Jahre alt, jetzt gibt es etwas Neues: Denn nun ist es Warner Bros, das federführend für die Filmadaption von Octavia E. Butlers Roman steht, und als Regisseurin und Produzentin wurde Melina Matsoukas verpflichtet, die seit 20 Jahren als Musikvideo- und Werbe-Clip-Macherin hochaktiv ist, 2019 aber auch „Queen & Slim“ (mit Daniel Kaluuya und Jodie Turner-Smith) inszenierte sowie Episoden der TV-Serien „Master of None“, „Insecure“ und „The Changeling“. Hoffentlich müssen wir nicht weitere fünf Jahre warten, bis etwas passiert. Derweil legen wir unbedingt die beiden „Parabel“-Romane (im Shop) ans Herz!
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Zuvor: 15 Jahre nach ihrem Tod erlebt die US-amerikanische Autorin Octavia E. Butler (im Shop) eine erstaunliche Renaissance. Es geschah zunächst schleichend, dass ihr Name und die Titel ihrer Romane „gedroppt“ wurden. Vor allem „Kindred“ (1979) und „Parable of the Sower“ (1993). Und dann landete im September 2020 „Parable of the Sower“ plötzlich auf der New York Times Bestsellerliste, was für äußerst wohlwollende Verblüffung sorgte.
Als hätte die Zeit etwas korrigiert, was längst überfällig gewesen war. Die NASA setzte im März noch eins drauf, indem sie die Landestelle des Perseverance Rovers auf dem Mars nach der SF-Autorin benannte.
Und im Film-Business hat man natürlich längst eine Goldgrube gewittert. „Wilde Saat“ (1980; im Shop) wird derzeit von Amazon in eine TV-Serie verwandelt. Und jetzt kommt die Meldung, dass die US-Produktionsfirma A24, die mit erstaunlichem Gespür Independent-Filme ziemlich groß macht, die Rechte an „Parable of the Sower“ (dt. „Die Parabel vom Sämann“, im Shop) erworben hat. Für den Regiestuhl konnte man die Dokumentarfilmerin Garrett Bradley („Time“, „Naomi Osaka“) gewinnen, was man schon als Coup bezeichnen kann.
Butlers Roman spielt in einem Amerika der nahen Zukunft, das vom Klimawandel ziemlich gebeutelt wurde. Die junge Lauren Olamina lebt in einer „Gated Community“, weshalb sie ein vergleichweise gutes Leben hat, während vor den Toren das Elend regiert. Sie verfügt über „Hyper-Empathie“, weshalb ihr dieses Elend auch ganz besonders an die Nieren geht. Und sie ahnt, dass es auch Alternativen geben muss, dass es einen besseren Weg für die Menschen gibt. Und ihre Ideen verbreiten sich bald.
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