13. Januar 2026

400 Lonely Things: „Creature Comforts“ & „Why I Went To The Woods“

Der perfekte Soundtrack für 2026

Lesezeit: 2 min.

2025 war kein gutes Jahr. Etliche klimawandelbedingte Naturkatastrophen, Krieg da, Krieg dort, Donald Trump wird Präsident und zu allem Überfluss Friedrich Merz auch noch Bundeskanzler…..man spürt den Untergang näher und näher kommen. Da hilft nur noch der Rückzug ins Private! Leck mich am Arsch, Welt! Und 400 Lonely Things hat den perfekten Soundtrack dazu veröffentlicht! Oder vielmehr die perfekten Soundtracks, denn es sind gleich zwei neue Alben erschienen! Und es handelt sich sogar um Doppelalben! Soll heißen: Rund fünf Stunden neue Musik!

Craig Varian, der nach dem Tod seines Partners Jonathan McCall im Jahr 2020 alleine tätig ist, bezeichnet 400 Lonely Things als „Dark New Age for the New Dark Age“ und das ist nicht untertrieben. Düster, gespenstisch, melancholisch sind Adjektive, die einem bereits nach wenigen Minuten in den Sinn kommen, aber die schwer so wirklich greifbare Musik ist ebenso dynamisch und gelegentlich auf ganz schräge Art sogar catchy – man ist versucht das Dark-Ambient-Etikett zücken, aber da steckt ebenso Folk, Drone, Klassik, Prog Rock und Soundtrack (Hauptinspirationsquellen für seine Musik: Horror- und Science-Fiction-Filme) drin.

Jedenfalls ist der Output ungeheuer packend und mit der kommenden Doppel-Veröffentlichung hat sich Varian selbst übertroffen. Beide Alben sind stilistisch (natürlich) ähnlich, gehen aber in leicht unterschiedliche Richtungen. 

„Creature Comforts“ beschwört psychedelische Traumwelten voller unheilvoll in der Dunkelheit wippender Wälder, bei schummrigen Kerzenlicht abgehaltenen Messen oder Wanderungen an stürmischen Küsten herauf, bei „Why I Went Into The Woods“ liegt der Schwerpunkt eher auf Apokalypse und Horror. Wobei es zum Beispiel mit „Maybach“, das man fast schon als Gitarren-Pop bezeichnen kann, auch überraschende Ausflüge in freundlichere Gefilde gibt.

Die Musik von 400 Lonely Things ist nach wie vor einfach nicht so richtig kategorisierbar, sie passt in keine Schublade rein, was man aber definitiv festhalten kann: Trotz Mammutlänge kommt kein bisschen Langeweile auf, es ist perfekte Musik zum Wegdriften, immer und immer und immer wieder und damit der perfekte Soundtrack für 2026. Leck mich am Arsch, Welt!

Alles anhören und bei Gefallen kaufen (CD/Digital/Bündel mit beiden Alben) kann man hier und hier!

Außerdem: Der Mann hat für einen spanischen Radiosender einen tollen, zweistündigen 400-Lonely-Things-Mix angefertigt, der zur Hälfte aus unveröffentlichtem Material besteht. Anhören und zum Name-Your-Price-Tarif runterladen kann man sich ihn hier

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