„Dracula“ (1958): Uncut-Fassung gefunden
Eine der besten „Dracula“-Verfilmungen nun in voller Pracht
Man kann sich es heute kaum noch vorstellen, aber „Dracula“, eine Neu-Interpretation von Bram Stokers gleichnamigen Jahrhundertbuch (im Shop), produziert von den für Gruselfilme bis heute bekannten britischen Hammer-Studios, entwickelte sich 1958 nicht nur zum Superhit und zementierte Christophers Lee Rollenimage für Jahrzehnte, sondern sorgte ebenso für Schockwellen unter Moralaposteln und ließ Zensoren geifernd mit der Schere klappern.
Obwohl die British Board of Film Classification, die britische Freigabestelle, zu dieser Zeit eh eng in die Produktion von Filmen eingebunden war, um das Filmen von Szenen zu vermeiden, die es ohnehin nicht durch die Kontrolle geschafft hätten, war Terence Fishers flotte „Dracula“-Variante den Aufsehern bei der Endabnahme immer noch zu wild, so dass drei Minuten rasiert werden mussten. Die ungeschnitten Version gab es nur in den japanischen Kinos zu sehen und danach nie wieder. Der Rest der Welt bekam die bearbeitete Fassung.
Nun wurden in den Lagern von Warner Bros. das gekürzte Material gefunden, was natürlich der perfekte Anlass für eine Neu-Veröffentlichung ist: ungeschnitten und in 4K restauriert.
Ein Veröffentlichungsdatum gibt’s noch keins, es ist nur bekannt, dass der Graf diesen Herbst die britischen Leinwände unsicher machen und es im gleichen Zeitraum eine dicke Heimvideo-Veröffentlichung geben wird. Was man hierzulande bekommt und wann, steht noch in den Sternen, aber ich glaub nicht, dass Ankündigungen allzu lang auf sich warten lassen, da die bisherige Version in zig Varianten veröffentlicht wurde – warum sollte also nicht auch diese durchvermarktet werden?
Als Appetizer wurde nun ein Trailer veröffentlicht, in dem Filmszenen zu sehen sind, die von Werbesprüchen in einem Font unterbrochen werden, bei dem ich spontan an damalige mit dem Demomaker erstellte Amiga-500-Clips denken musste.
Dennoch: Natürlich eine tolle Nachricht, keine Frage!
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