27. Februar 2026

Andreas Brandhorst beendet Schriftstellerkarriere – so geht es weiter

Der Bestsellerautor und Übersetzer verkündet seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen

Lesezeit: 2 min.

Am vergangenen Sonntag hat Andreas Brandhorst (im Shop) auf seiner Website seinen Rückzug aus den sozialen Medien sowie das Ende seiner schriftstellerischen Karriere verkündet: „Ich muss mit drastischen Veränderungen in meinem Leben zurechtkommen und mich deshalb von Ihnen, meinen Lesern, verabschieden.“ Wir vom Heyne Verlag bedauern das zutiefst und möchten Andreas Brandhorst nicht nur unsere herzliche Anteilnahme, sondern auch unsere tiefe Dankbarkeit für seine Romane, seine Übersetzungen sowie sein Engagement für die Science-Fiction und Fantasy ausdrücken.

Andreas Brandhorst: MessiasBrandhorst begann vor über 50 Jahren mit dem Schreiben und wurde zunächst als Übersetzer für Autoren wie Terry Pratchett bekannt. Sein erster Roman im Heyne Verlag, „Diamant“, war der Auftakt des Kantaki-Zyklus. Seitdem sind Dutzende weiterer Romane unter anderem auch im Piper Verlag und bei Fischer-TOR erschienen. Seit 2024 erscheinen Andreas Brandhorsts Werke wieder im Heyne Verlag – zuletzt sein Thriller „Messias“ (im Shop).

Wie Andreas Brandhorst mitteilt, sind noch eine Reihe weiterer Bücher von ihm geplant. „Eternia“ (im Shop) ist der Auftakt der Eternia-Trilogie, deren weitere Bände bis Frühjahr 2027 erscheinen sollen. Im Herbst 2027 ist mit „Die Besucher“ (Arbeitstitel) ein großer Near-Future-Thriller geplant, für den der Autor aufwendige Recherchereisen nach China unternimmt und der nach eigenen Worten „vielleicht mein wichtigster Roman wird“. (In diesem Zusammenhang darf ich anteasern, dass Andreas Brandhorsts Kontakte zur chinesischen Science-Fiction-Szene sich auch noch auf andere Weise manifestieren könnten. Mehr Infos folgen zu gegebener Zeit.)

Andreas Brandhorst: EterniaUnd dann? „Danach ist Schluss; es wird keine weiteren Romane von mir geben.“ Das ist ein harter Satz und schon jetzt ein Verlust für die deutschsprachige Science-Fiction – und ich kann nur hoffen, dass sich hier einmal mehr beweisen wird, dass SF-Autoren keine Propheten sind …

Ein paar persönliche Worte seien mir hier erlaubt. Ich habe Andreas seit seiner Rückkehr zu Heyne als engagierten, hoch professionellen und visionären Autor kennengelernt, und seine freundschaftliche Verbundenheit ist mir ein großes Privileg. Deshalb weigere ich mich auch, im Zusammenhang mit ihm auch nur annähernd in der Vergangenheitsform zu denken, geschweige denn zu sprechen – die Zeitform der Fantasten ist vielmehr das Futur II: Wir werden noch viel von Andreas Brandhorst gelesen haben.

In diesem Sinne wünsche ich dir, lieber Andreas, alles erdenklich Gute! Ich freue mich auf die Geschichten von dir, die noch kommen werden.

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