Wo er recht hat ...
Ein Podcast-Gespräch mit Andy Weir über seine Romane – und Star Trek
Die von Ryan Gosling angeführte Filmadaption von Andy Weirs „Der Astronaut - Project Hail Mary“ (im Shop) ist gerade eine erstaunliche Erfolgsgeschichte an den Kinokassen (schon mehr als 200 Mio. Dollar Einnahmen weltweit), was die Branche umso mehr verwundert, da es kein Franchise-Titel ist (aber nach dem Hit vielleicht werden wird).
Mit Erfolgen kennt Weir sich aus, sein „Marsianer“ (im Shop) war schließlich eine „from rags to riches“-Story, wie man sie in den USA so liebt, vom selbstverlegten eBook zum Bestseller zur Ridley Scott-Adaption mit Matt Damon samt Oscar-Ehren.
Da hatte es sein zweiter Roman, der Mondstation-Thriller „Artemis“ (im Shop), vielleicht naturgemäß etwas schwer, aber Weir zögerte nicht lange, und baute anschließend für den dritten das Konzept des „Marsianers“ (Ein Mann gegen einen lebensfeindlichen Planeten) um in „Ein Mann gegen ein lebensfeindliches Universum“, und ZACK, es lief wieder.
Wird „Der Astronaut“ ein Sequel bekommen? Nun, das dürfte vor allem an Weir hängen, der sicher nichts dagegen hätte, ins Franchise-Business einzusteigen.
Was er gerade recht offenherzig im britischen Critical Drinker Podcast von Autorenkollege Will Jordan (im Shop) zugegeben hat, wo die Rede auf Star Trek kam.
„Ja, ich habe mal gehört, wie … ich weiß nicht mehr, wer es war – ich wünschte, ich könnte mich daran erinnern, wer es gesagt hat, irgendein Analyst –, der sagte in etwa: ‚Alle modernen Science-Fiction-Serien und -Filme sind stark von der ersten Star Trek-Serie beeinflusst worden – mit Ausnahme der aktuellen Star Trek-Serien‘“
Weir weiter: „Ich gehöre zur Generation X, daher bestand meine TV-SF-Kost hauptsächlich aus Wiederholungen der ersten Star Trek-Serie und von Lost in Space. Es gab nicht wirklich viele neue Science-Fiction-Reihen im Fernsehen, in denen Leute im Weltraum coole Sachen machen –, bis Star Trek: The Next Generation kam, aber da war ich schon auf dem Weg ins College.“
Das sehr lockere Gespräch mit dem grundsympathischen SF-Autor kommt natürlich nicht darum herum, die jüngste Absetzung von „Star Trek: Starfleet Academy“ aufs Korn zu nehmen, was den Kritischen Säufer dazu bringt, mehr oder weniger alle Star Trek-Serien ab „Enterprise“ in die Tonne zu treten. So weit will Weir nicht gehen:
„Okay, du bist da etwas strenger als ich. Ich sage dir meine Meinung, und ich bin ja nur ein Zuschauer. Ich mag Strange New Worlds. Ich finde es ziemlich gut. Enterprise habe ich nicht gehasst. Ich fand es irgendwie seltsam. Lower Decks fand ich unterhaltsam und lustig. Alle anderen können weg. Und noch etwas: Ich habe Paramount eine Star Trek-Serie vorgeschlagen, war mit den Showrunnern aller Serien in einem Zoom-Meeting und habe lange mit dem ausführenden Produzenten Alex Kurtzman geredet. Ich mag vieles an den neuen Trek-Serien nicht. Aber er ist ein wirklich netter Kerl. Aber diese Serien sind eben Mist. Er ist ein netter Kerl. Aber sie haben meinen Vorschlag nicht angenommen, also, na ja, sie können mich mal.“
Der Podcast steigt mehr oder weniger damit ein, und wer anschließend mehr über Weir und seine Werke erfahren möchte, wird bestens bedient!
Kommentare