6. April 2018

Die letzte Chance für den letzten Mann?

Der Comic „Y: The Last Man“ könnte endlich eine TV-Serie werden

Lesezeit: 2 min.

Autor Brian K. Vaughan prägte hinter den Kulissen nicht nur TV-Serien wie „Lost“ oder „Under the Dome“. Darüber hinaus schreibt der Amerikaner mit seiner nostalgischen Zeitreisegeschichte „Paper Girls“ und mit seiner mehrfach preisgekrönten Space Opera „Saga“ derzeit zwei der besten Science-Fiction-Comics auf dem Markt. „Saga“ geht dabei z. B. auch im aktuellen achten deutschen Band bei Cross Cult dorthin, wohin sich andere Comics nie im Leben trauen. So beginnt das neueste Kapitel der bunten, brutalen und bewegenden Serie an der Stadtgrenze zu Abtreibung City. Es folgt ein starker Weltraumwestern über große und unbequeme Themen, aber auch über Liebe und Familie. „Saga“ ist und bleibt einfach die frischste, mutigste, drastischste und schärfste Weltraumsaga in allen Medien. Im englischen Original ist dieser Tage die Jubelnummer 50 erschienen.

Doch Mr. Vaughan begeisterte Genre-Fans bereits zwischen 2002 und 2008 mit seiner ebenfalls preisgekrönten Vertigo-Serie „Y: The Last Man“ über den letzten Mann auf Erden, wo eine Seuche alle Y-Chromosom-Besitzer mitsamt der bisherigen Ordnung ausgelöscht hat. Seit über zehn Jahren gibt es Pläne, den Stoff aus den 60 Heften bzw. 10 Paperbacks ins Fernsehen oder ins Kino zu bringen – am Ende lief es aber stets auf Rückschläge, Blockaden und Enttäuschungen hinaus. Jetzt macht das vom Pech verfolgte Projekt, das extrem gut in die derzeitige TV- und SF-Landschaft passen würde, endlich einen gewaltigen Schritt nach vorn, da der US-Kabelsender FX einen Piloten für eine Fernsehadaption bestellt hat, um den sich Vaughan, Michael Green („Blade Runner 2049“) und Aida Mashaka Croal („Jessica Jones“) als Showrunner kümmern, während Melina Matsoukas („Master of None“) Regie führen soll.

Ob Mann oder Frau: Wir alle sollten Vaughan und Co. die Daumen drücken. Denn wer weiß, ob noch mal so eine Chance für „Y: The Last Man“ kommt?

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