15. Januar 2026

Anthony Linell: In the Place of Harmony

Minimalistisches Experimental-Electronic-Epos

Lesezeit: 1 min.

Anthony Linell war auf dieser Seite schon mehrfach Thema (zuletzt hier) und das hat auch seine Berechtigung, denn der schwedische Künstler kommt immer wieder mit bemerkenswerten Alben rüber.

„In the Place of Harmony“, die neuste Scheibe, mit rund 90 Minuten sein bisher längstes Werk, basiert auf wieder gefundenen Aufnahmen aus frühen Tagen seiner Karriere (sprich 2013), die auf einem alten Mono-Synthesizer gemacht worden sind. Die damaligen Skizzen sind wieder aufgetaucht, wurden von Linell bearbeitet und zu einem kohärenten Album geformt, das meiner Meinung nach zu seinen Highlights zählt.

Die schlicht mit „ITPOH“ 1 bis 20 betitelten, komplett beatfreien, Tracks kommen wie nicht anders von Linell gewohnt mit äußerster Zurückhaltung daher, wirken noch minimaler als sonst, bestehen teils aus nicht viel mehr als sich subtil verändernde Loops.

Das klingt jetzt sicherlich nicht ganz sooo spannend, ist aber eine durch die Bank durchweg prickelnde Angelegenheit, die Bezüge zur Science-Fiction ganz automatisch evoziert und das mein ich hier nicht nur in Bezug darauf, dass man das Album gut als Soundtrack zu einem Film nehmen könnte: Tracks wie zum Beispiel „14ITPOH“ klingen echt ein bisschen wie „Robotermusik“.

Hier kann man sich alles anhören und bei Gefallen erwerben (Doppel-Tape, Digital).

 

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