18. Juli 2019

Armstrongs Perspektive

Die Mondlandung aus der Sicht des Piloten

Lesezeit: 1 min.

Die Bilder von der ersten Landung auf dem Mond sind zwar historisch und faszinierend, aber für Menschen, die HD-Bilder gewöhnt sind, eher mau. Die Bilder stammten aus einer 16mm-Kamera, die in der Nähe des Fensters von Buzz Aldrin angebracht war, eine Kamera, die zudem nur sechs Bilder pro Sekunde aufnahm – Standard ist, dass mindestens 24 Bilder pro Sekunde nötig sind, um für das menschliche Auge die Illusion von Bewegung zu erzeugen. Das, was Neil Armstrong, der Pilot der Landefähre, gesehen hat, blieb den Menschen der Erde verborgen.

Bis jetzt. Denn das Team des Lunar Reconnaissance Orbiters (LRO), das seit 2009 mittels einer Sonde eine hochaufgelöste Kartierung der gesamten Mondoberfläche vornimmt, hat nun eine visuelle Rekonstruktion angefertigt, die die Landung aus Armstrongs Perspektive zeigt. Und da das Ganze mit dem Datenmaterial der LRO-Kameras und einem modernen Computer angefertigt wurde, sind die Bilder natürlich in hochauflösender Qualität. Nicht historisch, aber zeitgemäß.

Und so sieht man hier also, wie Armstrong im Juli 1969 einen sicheren Landeplatz sucht, manuell einem großen, ungastlichen Krater ausweicht – und gerade eben noch ein gutes Plätzchen findet, bevor ihm der Sprit ausgeht.

Zum Vergleich haben die Techniker auch noch die echten und die rekonstruierten Bilder in einem zweiten Video nebeneinandergestellt.

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