27. Februar 2026

Ally Evenson: „Speed Kills“

„Wen soll ich zuerst umbringen, hm?“

Lesezeit: 1 min.

Ally Evenson ist eine der vielen vielen Indie-Musikerinnen, die irgendwo im Schatten von Billie, Taylor, Sabrina und wie sie alle heißen, leben, trotz Talent und Können aber nie so richtig vom Fleck kommen. Schaut man sich die nackten Zahlen bei Spotify oder YouTube an, wird einem leicht übel.

Evenson, die sich selbst als „scary little songwriter“ bezeichnet, hat zudem ein sagenhaftes visuelles Gespür, was sich nicht nur in modischer Hinsicht (zu Beginn ihrer Karriere eine auffällige blaue Strickmütze), sondern auch in fantastischen Videoclips äußert, in denen sie ganz offensichtlich ein völlig eigenes Ding durchzieht, das massiv Genre/Fantastisch geprägt ist, vor allem aus den eher unangenehmen Ecken, sprich: Sex, Blut und Schwarzer Humor.

Meine erste Begegnung mit der Musikerin war „One Trick Pony“, danach war ich hooked. Die EP „In My Dreams, You Laugh At Me“ (2023) wurde schnell nachgeholt, das erste Album („Blue Super Love“; 2024) rauf und runter gehört, die Single „The Line“ (2025) einer der Songs des vergangenen Jahres (und eines der besten Videos ever), und das neue Album „Speed Kills“ war schon bestellt, bevor es erschien. Das Warten darauf wurde mit zahlreichen Videoclips versüßt, die jetzt im Kurzfilm „Speed Kills: The Film“ vereint werden, der stilistisch nahtlos anschließt an ihre bisherigen Filme. Nichts für Zartbesaitete, aber der Humor ist einfach herrlich … wenn man ihn mitbringt.

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