20. Januar 2013

Graues Geraune

„Metropia“ versinkt im Anspruch

Für Filme wie Metropia ist der Begriff »Arty Farty« mal erfunden worden, und einen besseren wird man dafür auch kaum finden. Denn dieser so hochambitionierte Animationsfilm riecht dermaßen nach Kunsthochschule, dass man das akademische Geraune, das aus den heiligen Sälen auf die Flure...

20. Januar 2013

Zombies aus dem Labor

„Resident Evil: Retribution“ – Visuelles Vergnügen pur

Es wäre ein Leichtes, sich über einen Film wie Resident Evil: Retribution lustig zu machen. Von einer Handlung, die oft eher wirr als komplex wirkt, über Dialoge, die auch in Soap-Operas nicht fehl am Platz wären, bis zu Darstellern, die ganz gewiss nicht wegen ihrer schauspielerischen...

16. Januar 2013 1 Likes

Aufziehmädchen, go!

Paolo Bacigalupis „Biokrieg“

Der US-Amerikaner Paolo Bacigalupi, der sich bisher als Journalist und Kurzgeschichtenautor hervorgetan hat, legt mit „Biokrieg“ (im Shop ansehen) einen Debüt­roman vor, der nicht nur den John W. Campbell Award erhalten, sondern auch noch...

13. Januar 2013

Apokalypse pur

„The Divide“ erzählt den Weltuntergang

Xavier Gens gehört zu jenen französischen Filmemachern, die auf der Welle der Torture Porn-Filme mitritten und eindrucksvoll zeigten, dass der gallische Hahn in Sachen schierer Boshaftigkeit dem amerikanischen Adler weit überlegen war. Der Sadismus von Roth & Co war nämlich immer auch...

22. Dezember 2012 1 Likes

Exemplarische Science-Fiction

„Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“ – Erzählungen von Ted Chiang

Die Science Fiction, so tönt es aus allen Richtungen, hat ihre beste Zeit hinter sich: Nichts mehr ist geblieben vom stolzen Anspruch, das dunkle Terrain der Zukunft zu erhellen und den Leser via wohligem »sense of wonder«-Schauer auf künftige Menschheitsabenteuer einzustimmen; völlig zurecht...

22. Dezember 2012 1 Likes

Ich werde niemals sterben

Gary Shteyngarts „Super Sad True Love Story“

»Liebstes Tagebuch, heute habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen: Ich werde niemals sterben.« – Unsterblichkeit also, darum geht es Gary Shteyngart in seinem Roman, in dem wir der tragikomischen Romanze zwischen Lenny Abramov, einem alternden New Yorker Intellektuellen mit...

22. November 2012

Systemzeit

„Next“ von Miriam Meckel

»Wir wissen, wo Sie wohnen, wir wissen, welche Schule Ihr Hund besucht«, heißt es im Prolog zu Charles Stross’ Roman »Du bist tot«, in dem reales und virtuelles Geschehen untrennbar miteinander verknüpft sind. Dank der Jobinformant™-...

13. November 2012

Über Venedig schreiben?

„Perversion“ – Satte Postmoderne aus der Ukraine

Als der Roman schon zu drei Vierteln rum ist, äußert sich die Hauptfigur Stanislaus Perfezki folgendermaßen: »Über Venedig schreiben? Was gibt es noch über Venedig zu schreiben? Nach Tausenden und Abertausenden schon geschriebenen Seiten? Nein, so blöd bin ich nicht!« Was den Autor, der sich in...

22. Oktober 2012

Karge Welt

„Weit im Norden“ von Marcel Theroux

Der in Uganda geborene Marcel Theroux erwähnt es zwar angeblich nicht gern, aber er ist tatsächlich der Sohn des berühmten Reiseschriftstellers Paul Theroux. Möglich, dass ihn diese Ausgangsbasis sowohl zum Schreiben als auch zu seiner Arbeit als Gestalter von TV-Dokumentationen in New York und...

22. September 2012

Avalon Vier

„Du bist tot“ von Charles Stross

»Du bist tot« (im Shop ansehen) ist ein brisanter Near-Future-Thriller, der im unabhängig gewordenen Schottland des Jahres 2018 spielt. Die Polizistin Sue Smith wird wegen eines Überfalls zur Computerspiel-Firma Hayek Associates beordert...

22. August 2012

Die schwierigen Stoffe

Die Strugatzki-Werkausgabe 3

Für den Science-Fiction-Leser unverzichtbare Werke haben in der schnelllebigen Buchhandelswelt der neueren Zeit einen schweren Stand. Bedrucktes Papier wird palettenweise in die Läden der großen Ketten hineingeschoben, um dort rasch »abverkauft« oder ebenso rasch verramscht zu werden. Die Zyklen...

21. August 2012

Übergroße Fußstapfen

„The Ding“ – Das Remake des Remakes

Als John Carpenter im Jahr 1982 mit The Thing eine seiner ersten großen Studioproduktionen in die Kinos brachte, sorgte er für eine Menge schlechter Laune. Die negativen Reaktionen auf das gewaltige Remake des Howard-Hawks-Klassikers The Thing From Another World (1952) trafen...

14. August 2012 1 Likes 1

Elegie des Weltuntergangs

„Melancholia“ von Lars von Trier

Nazi-Kontroverse hin oder her – Lars von Trier ist und bleibt einer der letzten großen Filmautoren traditioneller Truffaut’scher De­finition. Jenseits kommerzieller Zwänge, eitler Gefallsucht und handwerklicher Einförmigkeit gibt es für den ungemütlichen Dänen nur eine eigene...

22. Juli 2012 1 Likes

Dankesschreiben

„Flashback“ von Dan Simmons

Welcher heilige Zorn ist bloß in Dan Simmons gefahren? – Der Autor, der uns mit Science-Fiction-Großtaten wie der »Hyperion«-Saga, aber auch mit Horror-Kunstwerken wie »Terror« und »Drood« begeistert hat, scheint durch die politischen Ereignisse seit dem 11. September 2001 eine seltsame...

20. Juli 2012

Arm, aber wehrhaft

„Attack the Block“ – Aliens im Ghetto

Attack the Block ist bemerkenswert altmodisch. Ein typisches B-Movie, das mit einer einzigen halbwegs eigenen Idee auskommt: Die bösen Außerirdischen landen in South London, aber außer ein paar Ghetto-Kids kriegt es kaum jemand mit. Jetzt geht es um die Ehre. Das Leben ist eh...

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